DIY statt kaufen: Nachhaltige Geschenkverpackungen

Zum Abschluss unserer Weihnachtsreihe wollen wir euch ein paar Alternativen zu den klassischen Geschenkpapier-Rollen und Plastiktannen zeigen. Zeitungen, Schals und auch eine Walnuss bieten überraschende Möglichkeiten, um nachhaltig Geschenke verpacken zu können!

Berge. Berge. Berge an Geschenkpapier. Der Boden ist kaum noch zu sehen. Überall glitzert und raschelt es. Ich hole einen großen schwarzen Sack aus der Küche und sammle krabbelnd den ganzen Müll ein. Die von meinen Nichten produzierten kleinen Fitzel beseitige ich mit dem Staubsauger. Entnervt falle ich auf die Couch und betrachte zufrieden mein entmülltes Wohnzimmer. Mein Blick bleibt an dem großen, vollen Sack hängen. Ist so viel Müll für einen Tag nötig? Nein. Aber wie kann ich es anders machen?

Nachhaltig Geschenke verpacken: Dr. Google bietet Hilfe

Als ersten Vorschlag spuckt die Suchmaschine Zeitungspapier aus. Hierfür suche ich mir ein paar schöne Seiten aus der gestrigen Tageszeitung und designe mein Geschenkpapier einfach selbst: Ob mit Pinsel, Filzstift oder dem guten alten Kartoffelstempel, es gibt viele Möglichkeiten, kreativ zu werden! So muss ich auch nicht lange nach dem passenden Papier für mein diesjähriges Farbkonzept suchen. Wer keine Zeitung oder Werbung bekommt, kann genauer in seine Pakete vom vermaledeiten Onlineshopping schauen: Oft ist das Füllmaterial zusammengeknülltes graues Papier, welches auch problemlos neugestaltet werden kann.

Die Wallnuss: Nachhaltig Geschenke verpacken

Der nächste Tipp gefällt mir besonders gut. Man nehme eine Walnuss. Man teile sie. Man bemale die Hälften und voila: eine Schmuckdose. Jetzt kann ich sie mit ein bisschen Zeitungspapier füllen und das Armband für meine Schwester darin platzieren. Verwirrte Blicke an Heilig Abend werden dadurch garantiert.

Den Schal für meine Mutter kann ich einfach benutzen, um darin das Buch für sie einzupacken: Flauschige Weihnachten sind doch die besten Weihnachten. Viele Kleidungsstücke oder Stoffwaren eignen sich als Verpackung. Auch alte Stofffetzen können ein neues Leben als Deko-Schleifchen finden.

Oh, Tannenbaum…

Aber nicht nur bei den Geschenken möchte ich auf Nachhaltigkeit und die Umwelt achten, sondern auch bei meinem Tannenbaum. Als erstes kommt mir ein Plastikbaum in den Sinn – immerhin möchte ich nicht ein armes Bäumchen verschwenden. Nach kurzer Recherche stellt sich jedoch heraus, dass es 17 bis 20 Jahre dauert, bis sich so ein Plastikbaum ökologisch rentiert! Ob ich ihn so lange nutzten werde? Wahrscheinlich nicht.

Eine Alternative bietet der toom Baumarkt in Pfungstadt: Die zu verkaufenden Bäume stammen von einem Händler, welcher Mitglied von Fair Trees ist. Hierbei handelt es sich um einen europaweiten Verband unter dem Siegel Fair Trade Denmark. Die Weihnachtsbäume werden mit Rücksicht auf Mensch und Umwelt gepflanzt, aufgezogen und gefällt. Wer auf Regionalität setzen will, kann seinen Baum beim Forstamt Darmstadt kaufen: Am Wochenende des 3. Advents (Freitag und Samstag) werden hier Nordmanntannen am Forsthaus Hirschköpfe verkauft.

Habt ihr noch Ideen, welche Alternativen es zur der klassischen Geschenkpapier-Rolle gibt? So oder so: Wir wünschen euch frohe Weihnachten!

Mehr zum Thema

In seinem Format Terra X hat das ZDF mathematische Methoden gezeigt, Geschenkpapier möglichst nachhaltig zu nutzen:

Unsere gesamte Advents-Reihe im Überblick:

1 Kommentar zu „DIY statt kaufen: Nachhaltige Geschenkverpackungen“

  1. Hallo Marie-Christine!
    Das sind super tolle Ideen die du hier zeigst! Die Nuss hat mich ja echt umgehauen, das wird doch direkt auch mal probiert! Weihnachten ist zwar schon rum, aber das kann man sicher auch an Ostern anwenden – vielleicht krigt man das Geschenk ja irgendwie in ein Ei? Danke schonmal fürs Kreativität anregen!
    Liebe Grüße,
    Dani 🙂

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